28.06.2014 Gemeinsame Jahresübung der USG Bruchsal mit dem Gefahrgutzug Karlsruhe und dem Strahlenschutzzug Karlsruhe

dsc 4590Bruchsal. Am Samstag den 28.06.2014 war auf dem Übungsgelände der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg eine gemeinsame Übung der Umwelt- und Strahlenschutzgruppe Bruchsal, des Gefahrgut Zug Karlsruhe und dem Strahlenschutz Zug Karlsruhe angesetzt. Übungsannahme war, dass in einem Industriebetrieb Radioaktives Material angeliefert wurde. Der anliefernde Fahrer, der noch Beiladung für andere Betriebe an Bord hatte, verursachte einen Unfall mit einem anderen PKW infolge dessen eine Rohrleitung mit Salzsäure beschädigt wurde.


Der Fahrer des anliefernden PKW war bewusstlos in seinem Fahrzeug, der beteiligte zweite PKW Fahrer war ebenfalls in seinem PKW bewusstlos und durch die beschädigte Rohrleitung lief Salzsäure in ein Becken. Ein Arbeiter auf einer Rohrbrücke wurde durch die aufsteigenden Säuredämpfe bewusstlos und lag auf der Rohrbrücke.
Von den anrückenden Einsatzkräften wurde sofort unter Atemschutz eine erste Erkundung der Lage durchgeführt. Die bewusstlosen Personen in den Fahrzeugen wurden schnell in Sicherheit gebracht und medizinisch versorgt. Zeitgleich wurden die Dekontaminationsplätze und Ablageplätze in kürzester Zeit aufgebaut, die Absperrungen rund um die Einsatzstelle gezogen um ein kontrolliertes Betreten der Einsatzstelle zu gewährleisten.
Für die weitere Erkundung der Leckage an der Rohrleitung und die Rettung der bewusstlosen Person auf der Rohrbrücke wurde unter Vollschutzanzügen vorgegangen. Die aufsteigenden Säuredämpfe wurden mit einem Rohr und Sprühstrahl niedergeschlagen. Mit der Schleifkorbtrage wurde die Person über eine Steckleiter gerettet. Der Strahlenschutz Zug hat das verunfallte Transportfahrzeug auf radioaktiven Austritt vermessen und die Ladung auf Beschädigungen geprüft und umgeladen. Die ausgetretene Salzsäure wurde unter Vollschutzanzügen in Fässer umgepumpt und die Leckage an der Rohrleitung abgedichtet.
Bei der Übung verschaffte sich der stellvertretende Kreisbrandmeister Jürgen Bordt einen Überblick über die funktionierende Zusammenarbeit der Einsatzkräfte. In der abschließenden Übungsbesprechung wurden einzelne Verbesserungen im Detail besprochen und gegenseitig abgestimmt. Insgesamt waren an der Übung etwa 60 Einsatzkräfte beteiligt.

Bericht: Tibor Czemmel

Bilder: [tcz]

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