Ehrungen und Gutachten zentrales Thema der Hauptversammlung

1 landesehrungenBruchsal. Feuerwehrkommandant Bernd Molitor eröffnete die diesjährige Hauptversammlung im Ehrenbergsaal des Bürgerzentrum Bruchsal am Freitagabend. Er begrüßte recht herzlich Frau Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick, Herrn Bürgermeister a.D. Werner Stark, die anwesenden Mitglieder des Gemeinderates und in langjähriger Verbundenheit zur Feuerwehr Herrn Ernst-Friedrich Schäfer.

Von der Stadtverwaltung konnte er Herrn Ordnungsamtsleiter Gondulf Schneider, Frau stv. Ordnungsamtsleiterin Sonita Huber und die Kolleginnen und Kollegen das Sachgebietes Brand- und Katastrophenschutz begrüßen. Weiter hieß er die Vertreter von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, Herrn Wolfgang Ams vom Polizeirevier Bruchsal, Herrn Michael Raab vom Malteser Hilfsdienst Bruchsal, Herrn Stefan Sebold und Daniel Bauer vom DRK Kreisverband Karlsruhe, Herrn Matthias Krause stv. Kreisbereitschaftsleiter, Herrn Friedhelm Paul von den DRK Ortsvereinen, Herrn Sebastian Holoch vom DLRG Bruchsal und Herrn Michael Hambsch vom THW herzlich willkommen. Von Seiten der Feuerwehr begrüßte er Herrn Oberbrandrat Thomas Neu – stv. Leiter der Landesfeuerwehrschule und Fachberater Chemie der Feuerwehr Bruchsal, Herrn Kreisbrandmeister Thomas Hauck, Herrn stv. Kreisbrandmeister Ullrich Koukola und Herrn Unterkreisführer Michael Hellriegel. Vom Kreisfeuerwehrverband begrüßte er Herrn Ehren Verbandsvorsitzenden Rudolf Dieterle, Herrn Verbandsvorsitzenden Holger Roßwag und seinen Stellvertreter Martin Kackschies. Von Seiten der Feuerwehr Bruchsal begrüßte er die Herren Ehrenkommandanten und Ehrenabteilungskommandanten Josef Rathgeb, Klaus Müller, Ullrich Koukola, Uwe Freidinger, Edmund Müller, Jürgen Riehl und Gerhard Schäffer sowie die Ehrenmitglieder Joachim Handschel und Werner Kling.
Ganz besonders begrüßte er alle Feuerwehrangehörigen mit ihren Partnern die an dem Abend geehrt wurden und auch seine Stellvertreter, die Abteilungskommandanten mit ihren Stellvertretern, die Vertreter der Jugendfeuerwehr, die Mitglieder des Feuerwehrausschusses und alle Angehörigen der Einsatz- und Altersabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Bruchsal.

In seinem Jahresbericht lenkte Molitor einen Blick auf die Jahresstatistik. Zum Jahresende 2014 hatte die Feuerwehr Bruchsal 597 Angehörige. Davon 359 in der Einsatzabteilung, 135 in der Jugendabteilung und 103 in der Altersabteilung. Im vergangenen Jahr hatte die Feuerwehr Bruchsal 728 Einsätze und Alarme zu bewältigen. Dies waren 299 weniger als im Vorjahr (1027), wobei rund 200 Tätigkeiten in 2013 durch flächenhafte Schadensereignisse bedingt waren. Daher hatte die Wehr im vergangenen Jahr etwa 10% weniger Einsätze. An dieser Stelle dankte er allen anderen Hilfsorganisationen für die sehr gute und harmonische Zusammenarbeit bei der Bewältigung dieser Aufgaben. In den verschiedenen Fachgebieten war die Arbeitsleistung im letzten Jahr auf gleichbleibend hohem Niveau. So wurden von der Brandschutzerziehung alleine 80 Termine dieser wichtigen präventiven Arbeit wahrgenommen, vom Fachgebiet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit etwa 340 Pressemeldungen verfasst sowie bei Einsätzen und Veranstaltungen die Bilddokumentation durchgeführt und von der Umwelt- und Strahlenschutzgruppe von den 25 Mitgliedern an zusätzlichen Terminen die Abarbeitung von Gefahrgutlagen geübt. Hier hob er besonders die Übung zusammen mit dem Gefahrgutzug des Landkreises in die Einarbeitung in den vom Land Baden-Württemberg zur Verfügung gestellten Abrollbehälter Dekon-V heraus. Auch hier galt sein herzliches Dankeschön an die Leiter der Fachgebiete und den Angehörigen die sich dieser zusätzlichen Aufgaben stellen. Auch die Beschaffungen für die Feuerwehr Bruchsal kamen im letzten Jahr nicht zu kurz. Ende des Jahres wurde ein MTW für die Abteilung Stadt und ein HLF20 für die Abteilung Untergrombach beschafft. Vom BGV bekam die Feuerwehr Bruchsal eine Tragkraftspritze für den neuen Abrollbehälter Schlauch gespendet. Es wurde auch in die Persönliche Schutzausrüstung investiert. So sind nahezu alle Angehörigen mit den neuen roten Einsatzjacken ausgestattet worden und für die Atemschutzgeräteträger wurden die roten dreilagigen Hosen beschafft. Kurz vor der Hauptversammlung sind die neuen roten zweilagigen Hosen eingetroffen und werden in Kürze ausgegeben.
Sein Bericht ging weiter auf das Thema Organisationsuntersuchung bzw. Gutachten ein. Eine renommierte Gutachterfirma beleuchtet die Aufstellung der Feuerwehr Bruchsal im Zusammenhang mit der Entwicklung der Firma SEW am Bruchsaler Standort. Molitor sieht einen deutlichen Vorteil in der externen Betrachtungsweise. Die Feuerwehr Bruchsal ist in vielen Jahren zusammengewachsen ohne die Identität aufzugeben. Das Gutachten soll uns lediglich Wege aufzeigen, wie wir mit neuen, bisher noch nie dagewesenen Herausforderungen am besten umgehen können, die sich in einem schnell wachsenden und global agierenden Unternehmen ergeben, das zu unser großem Glück Teil dieser Stadt ist, so Molitor. Es gehe darum die Feuerwehr weiter zu ertüchtigen und zukunftsfähig zu machen. Molitor bekräftigte dass er stolz auf unsere Feuerwehr ist und Schadenslagen bekämpfen wir nur gemeinsam – das ist unsere große Stärke. Er forderte jeden dazu auf bei der Erstellung des Gutachtens um seine ehrliche Mitarbeit. Nur wenn man Stärken und Schwächen erkennt, kann man die richtigen Weichen für die Zukunft stellen.
Er bedankte sich zum Abschluss seines Berichtes bei seinen Stellvertretern die ihm immer zur Seite standen und ihm Rückendeckung gaben. Bei den Abteilungskommandanten und deren Stellvertretern für die angenehme und zielorientierte Zusammenarbeit. Zuletzt aber umso herzlicher ein Dankeschön an alle Feuerwehrangehörigen für ihr Engagement im angelaufenen Jahr 2014.
Frau Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick dankte zu Beginn ihrer Ansprache der Feuerwehr Bruchsal für die mit Bravour gemeisterte Leistung im letzten Jahr. Ihr tief empfundener Dank gilt auch im Namen der gesamten Stadtverwaltung, des Gemeinderates und vor allem im Namen aller Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bruchsal. In diesem Jahr wird auch die Freiwillige Feuerwehr Bruchsal bei den Heimattagen Baden-Württemberg mehr gefordert sein. Dieses Großereignis erfordert eine Menge Arbeit von Seiten der Stadtverwaltung und allen ehrenamtlichen Helfern. Ohne engagierte und kompetente Kräfte im Ehrenamt wäre eine Veranstaltungsreihe in diesem Umfang nicht zu schultern. Petzold-Schick bedankte sich für die geleistete Präventionsarbeit durch die Feuerwehr und wiederholte wie bereits am Ehrenabend zum 150. Jubiläum in Heidelsheim: Die Feuerwehr ist das Rückgrat unserer Kommune!
Mit Blick auf das Gutachten bedankte sie sich an dieser Stelle noch einmal beim Gemeinderat, dass er der Beauftragung des Gutachtens zugestimmt und dafür auch über 100.000 Euro bewilligt hat. Die Oberbürgermeisterin konzentrierte sich auf einen Gesichtspunkt des Gutachtens der besonders verdeutlicht werden sollte. Es bedarf bei einer richtungsweisenden Grundsatzentscheidung und die sich daraus ergebenen Konsequenzen für das Leistungs- und Einsatzspektrum der Feuerwehr gesicherte Grundlagen. Hierfür muss der Gutachter bei seiner Arbeit unterstütz werden. Die Tagesverfügbarkeit der Feuerwehr, die aus von ihr nicht zu verantwortenden Gründen kritisch ist, muss auch in diesem Bereich eine Optimierung durchlaufen. Die Zukunftsfrage Nummer eins ist das neue Feuerwehrhaus für die Abteilung Stadt. Die bestehende Struktur platzt aus allen Nähten und eine Alternative ist unabdingbar. Manch einer wünscht sich das man in dieser Angelegenheit schon weiter wäre. „Aber wissen, was zu tun ist, ist eine Sache – es mit Hand und Fuß umzusetzen, eine andere" so Petzold-Schick. Diese Entwicklung prägt die Feuerwehr auf Jahrzehnte und so sollte auch hier Gründlichkeit vor Schnelligkeit gelten.
Um die dezentralen Strukturen zu erhalten gehören auch einsatzfähige Standorte. Dies habe sich in der Vergangenheit bestens bewährt und daran soll nicht gerüttelt werden. Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick sprach sich ausdrücklich für den Fortbestand aller Abteilungen aus. Die Anschaffung neuer Löschgruppenfahrzeuge für Büchenau, Helmsheim und Obergrombach unterstreichen ihre Worte. Diese Anschaffungen sind Teil eines zu erstellenden Fahrzeug- und Technikkonzepts.
Sie bedankte sich nochmals bei allen Feuerwehrangehörigen für ihr Engagement und freute sich zum für sie schönsten Teil des Abends zu kommen. Die Ehrung verdienter Feuerwehrleute, den mit den Wort „letzten Endes kommt es nicht auf die Maschine, sondern den Menschen an" schloss Frau Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold Schick ihre Ansprache.
Nach den Ehrungen konnte Bernd Molitor mit einem Dankeschön und einem Präsent dem langjährigen Gönner und Unterstützer, Herrn Ernst-Friedrich Schäfer, an dieser Stelle noch einmal für seine Unterstützung danken. Mit den Worten „Gott zur Ehr – dem nächsten zur Wehr" schloss Molitor die diesjährige Hauptversammlung.

Ehrungen:
Nach seinen kurzen Grußworten konnte Kreisbrandmeister Thomas Hauck die Ehrungen für das Land Baden Württemberg vornehmen. Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst konnten Christian Maier, Rolf Pfau, Jürgen Stelzer, Bernhard Specht, Steffen Friedrich und Marcus Konrad geehrt werden. Für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden Rainer Lechleiter und Thomas Neu geehrt. Sogar für ein halbes Jahrhundert (50 Jahre) aktiver Feuerwehrdienst konnte Horst Kistner von Kreisbrandmeister Thomas Hauck geehrt werden.
Die Ehrungen der Stadt Bruchsal wurden mit großer Freude von Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick durchgeführt. Für 40 Jahre Zugehörigkeit bei der Feuerwehr Bruchsal wurden Ullrich Koukola, Emil Wolf, Rolf Abele, Pius Weih und Joachim Weih geehrt. Für 50 Jahre Zugehörigkeit wurden Werner Wipfler, Rainer Hardock, Gerwin, Schönherr, Manfred Speck, Bernd Wolf und Heinrich Zipperle geehrt. Für 60 Jahre Zugehörigkeit bei der Feuerwehr Bruchsal wurden Helmut Lechleiter und Erhard Speck geehrt.
Im Anschluss an die Landesehrungen und die Ehrungen von der Stadt Bruchsal konnte der Ehrenverbandsvorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Rudolf Dieterle eine weitere Ehrung vornehmen. Für seine Verdienste und sein Engagement bei der Feuerwehr, in der Förderung und Ausbildung auf Stadt und Kreisebene wurde Ulrich Geißler von der Feuerwehr Bruchsal für das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber vorgeschlagen. Dies wurde vom Kreisfeuerwehrverband befürwortet und schließlich vom Deutschen Feuerwehrverband genehmigt. Mit Freude konnte Dieterle dem überraschten Ulrich Geißler diese Auszeichnung anheften und gratulierte zu dieser recht herzlich.
Eine weitere Verleihung stand noch an. Die Firma Hansa-Heemann AG, vertreten durch den Werksleiter Herrn Herzog, wurde mit der Auszeichnung „Partner der Feuerwehr" ausgezeichnet. (separater Bericht mit Bild folgt hierzu)

Bericht: Tibor Czemmel

Bilder: [tcz]

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Landesehrungen:
Alle anwesenden Geehrten und Partner zusammen mit v.l.n.r Ortsvorsteherin von Büchenau Marika Kramer, Kreisbrandmeister Thomas Hauck, Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick, Feuerwehrkommandant Bernd Molitor, Ortsvorsteherin von Helmsheim Tatjana Grath

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Städtische Ehrungen:
Alle anwesenden Geehrten mit Partner zusammen mit v.l.n.r. Ortsvorsteherin von Büchenau Marika Kramer, Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick, Feuerwehrkommandant Bernd Molitor, Ortsvorsteherin von Helmsheim Tatjana Grath

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Ehrung mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber:
v.l.n.r. Ulrich Geißler, stv. Verbandsvorsitzender Martin Kackschies

 

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