06.01.2017 Neujahrsempfang der Feuerwehr Bruchsal

dsc 3735Bruchsal. Im voll besetztem Saal des Feuerwehrhaus Bruchsal, es gab nur noch Stehplätze, begrüßte Feuerwehrkommandant Bernd Molitor alle anwesenden Gäste zum Neujahrsempfang. Namentlich begrüßte er Frau Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick, Bürgermeister a.D. und Ehrenmitglied Werner Stark, Bürgermeister a.D., Ehrenmitglied und Landtagsabgeordneter Ulli Hockenberger, Fachbereichsleiter Dr. Moritz Heidecker, Ordnungsamtsleiter Gondulf Schneider und dessen Stellvertreterin Sonita Huber. Weiter begrüßte er die anwesenden Vertreter aus dem Gemeinderat, die Vertreter anderer Hilfsorganisationen, Kreisbrandmeister Thomas Hauck, Unterkreisführer Michael Hellriegel und alle aus dem Kreise der Feuerwehr.

Insgesamt 863 Einsätze hatte die Feuerwehr Bruchsal im vergangenen Jahr zu bewältigen. Dies stellt eine Steigerung zum Vorjahr von 8,3% bzw. 66 Einsätzen dar. Im Jahr 2016 wurde ein neues Wechselladerfahrzeug mit einem Abrollbehälter Schlauch und für alle Abteilungen Messgeräte für Umwelt und Gefahrguteinsätze beschafft. Der Beschaffungsvorgang von drei LF10 im laufenden Jahr ist bereits im vollen Gange. Die Auslieferung wird im Herbst 2017 sein. Ebenso ist ein Auftrag für einen neuen Mannschaftstransportwagen für die Abteilung Bruchsal vergeben. Bereits zum dritten Mal fand im September das Familienfest der Feuerwehr Bruchsal statt. Hierfür sein Dank an die Allradfreunde Heidelsheim für dessen Ausrichtung. Im Dezember hat die Feuerwehr Bruchsal einen professionellen Werbespot gedreht. Die Kampagne um den Spot herum wird zurzeit aufgebaut um das Thema Mitgliederwerbung offensiv anzugehen.
Nachdenklich zeigte sich Molitor über die aktuell vorgefallenen Angriffe auf ehrenamtlich Tätige. Nachrichten wie dieser Tage aus Salzgitter mit der Zeitungsüberschrift „Feiernde schlagen ehrenamtliche Helfer krankenhausreif“ oder Brandanschläge wie vergangenen Mittwoch auf die Peterskirche in Bruchsal stimmen ihn sehr nachdenklich. Er stellte die Frage „In welcher Welt leben wir eigentlich?“ in den Raum. Der Bevölkerungsschutz benötigt mehr denn je unsere Aufmerksamkeit, auch im Hinblick auf seine Personalbesetzung.
Das Jahr 2017 hat aber auch einen besonderen Grund zum Feiern. Die Abteilung Untergrombach feiert ihren 125. Geburtstag. Vom 20. bis 22. Mai 2017 wird dies mit einem umfangreichen Programm gestaltet.
Nach seinem Rück- und Ausblick dankte er für die reibungslose Unterstützung im vergangen Jahr der Stadtverwaltung Bruchsal, allen Mitgliedern des Gemeinderates, allen Rettungs- und Sanitätsorganisationen, dem THW und natürlich der Polizei. Sein ganz besonderer Dank ging an die Feuerwehrangehörigen und ihren Familien. Mit den Wünschen für ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Jahr 2017 schloss er seine Ansprache.
Frau Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick erwies in ihrer Ansprache größten Respekt allen Feuerwehrangehörigen für ihren Einsatz und das Engagement. Mit ihren Worten „Das Risiko fährt immer mit“ zeigte sie auf die besondere physische und psychische Belastung aller Einsatzkräfte, und auch deren Angehörigen. Das vielseitige Spektrum und das Spezialwissen der Feuerwehr erfordert ein hohes Maß an Ausbildung und Fertigkeit. Die Kommune versucht hier die bestmögliche technische Voraussetzung zu schaffen. Auch dem Wunsch nach neuen Räumlichkeiten für die Bruchsaler Feuerwehr rückt man sukzessive näher.
Weiter verwies die Oberbürgermeisterin auf die neue Warn-App NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe www.bbk.bund.de. Diese stellt den Nutzern zeitnah Warnmeldungen und Informationen zu verschiedensten Gefahrenlagen zur Verfügung.
Im Anschluss an die Grußworte konnten alle Anwesenden das Jahr 2016 in Bildern resümierend auf sich wirken lassen. Das im November in Kooperation mit der Firma John Deere angeschaffte Löschunterstützungsfahrzeug konnte im Feuerwehrhaus in Augenschein genommen werden. Die Oberbürgermeisterin und einige Gäste ließen es sich nicht nehmen nach einer kurzen Einweisung, das Gefährt ein paar Meter über den Hof zu fahren.

Bericht: Tibor Czemmel

Bilder: [tcz]

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